Tongariro Alpine Crossing

Mittwoch, 10.09.2014

Tongariro Alpine Crossing

Wieder einmal im Zentrum der Nordinsel angekommen, Taupo.
Doch diesmal mit einem Plan.
Tongariro Alpine Crossing, ein Teil von einem der 9 Great Walks in Neuseeland.
Wahrscheinlich der spannendste Teil der Wanderung, da die meisten nur diesen machen, liegt wahrscheinlich daran, dass Mount Doom von Herr der Ringe auf dem Weg liegt und die ganze Umgebung Mordor darstellt und die Schneebergketten und atemberaubend farbenfrohe Teiche.
Vorbereitet mit Schneeketten an den Schuhen und Eisäxten kann es losgehen,
die man besser im National Park Village leiht für einen Tag, anstatt die Guided Tour vom iSite zu buchen für lächerliche 120-170$.
Unentschlossen ob wir Mount Doom tatsächlich erklettern wollen, machen wir uns auf die 21km lange Wanderung.

Nebel oder Dampf von Geysiren, kann man nie wirklich sagen
Selbst der Anfang, in dem man wirklich auf einem preparierten Pfad läuft und nur buntes Gestrüpp zu finden ist, abgesehen von den Bergen in weiter Ferne, fühlt man sich trotzdem wie einer der Gefährten und ein absolutes Herr der Ringe Gefühl kommt auf!
Als der erste Schnee zum greifen nah war, steigt die Vorfreude auf den Höhepunkt und man will nur noch mehr sehen.
Das ändert sich allerdings wieder, wenn man sieht wie viele steile Stufen und Trimmpfade man Bergaufwärts laufen muss.
Nach richtig anstrengenden Minuten und Pausen, kann man dann auch tatsächlich Mount Doom sehen, umhüllt von Wolken und nur ab und zu in voller Pracht zu sehen.
Im Endeffekt haben wir uns dann entschieden, Mount Doom zu erklettern, was definitiv, dass anstrengendste überhaupt war, was ich jemals in meinem Leben gemacht habe. Es dauerte 1 ½ Stunden, war nicht nur steil sondern gefühlte 90° grad Steil und je höher man kam, desto besser wurde das Wetter, da wir über den Wolken waren und die Sonne brutzelt einen mit dem ganzen Schnee um sich herum.

    Sieht nichtmal so steil aus aber ist es definitiv und es wird steiler! Rand des Kraters von Mount Doom Man sieht nichts mehr in den Wolken
Nach hin und her und aufgeben oder nicht aufgeben und nachdem sich Schnee in einfach nur noch Eis verwandelt hatte, haben wir es aber dann auch geschafft.
Der Krater von Mount Doom. Sieht wie zu erwarten komplett anders aus wie in den Filmen, aber immernoch so unglaublich!!
Das Wetter wechselt in 2200m Höhe in Sekunden, deswegen war es wirklich schwer, tatsächlich gute Bilder vom Krater zu machen und mit der Vermutung, dass der Weg abwärts zu steil ist und man sich alle Knochen bricht machen wir uns nach dem Mittagessen am Krater auch wieder auf den Rückweg.
Letztendlich war es dann auch zu steil um tatsächlich runterzulaufen/krakseln wie auch immer und es ist einfacher sich hinzusetzen und zu rutschen und mit der Eisaxt zu bremsen.
Entlang der Schneebergketten und einem gigantischen Ausblick den man nicht in Worte fassen kann, geht’s auf den Weg zu den farbenfrohen Seen.
Da es allerdings Winter ist, ist natürlich alles gefroren und wir können nicht wirklich irgendeine Farbe erahnen.

Wenn sich Schnee in Eis verwandelt Der Krater von Mount Doom SNOWMOUNTAINS!! Mount Doom in seiner ganzen Pracht
Mit dem anstrengendsten Akt, der schwindenen Motivation und den kilometern vor sich wird das ganze mehr anstrengend als eine Wanderung die man richtig genießen kann, doch immer wieder überrascht einen der Ausblick von höhergelgenen Punkten.
Tatsächlich wurde der anstrengendste Teil, dann die letzten 3km die durch einen Wald führten und da uns Mount Doom Zeit gekostet hatte, wurde es schon dunkel und man kann nichts mehr sehen und will nur noch aufhören zu laufen.
ABER;
Alles in allem war es einer der besten und schönsten Momente bis jetzt in Neuseeland mit gigantischen Naturschauspielen und ich kann’s nicht beschreiben, muss man gesehen haben.!
Leider können Bilder nie wirklich das zeigen,
was man eigentlich gesehen hat, aber wenigstens kann man eine Idee davon bekommen.

 

 

The East Cape Road

Freitag, 05.09.2014

The East Cape Road 

Auf der vergeblichen Suche nach einem permanenten Job, sind wir dann in Opotiki gelandet. Wen wunderts, auch hier nichts. 
Wir haben eben Winter und es gibt nicht wirklich viel zu tun auf den Feldern.
Also beschließen wir die Zeit zu nehmen die uns gegeben wird und reisen auf der Nordinsel rum.
Da wir schon in Opotiki sind, liegt am nächsten die East Cape Road,
grundsätzlich eine Straße die an der kompletten Ostküste der Nordinsel langführt, durch NationalParks und am Lighthouse vorbei.


Backpackerleben, ein überfülltes Auto, nur das nötigste und schnellstkochbare für den CampingCooker und die Idee etwas neues zu sehen.


Auf dem Weg nichts anderes als Schafe, Bäume, Wasserfälle und Naturschauspiele.
Der Leuchtturm an der East Cape Round zeigt das wunderschöne östliche Ende der Nordinsel und der Wanderweg aufwärts zum Turm ist nichtmal so anstrengend wie sonst.

 

 

Te Urewera National Park

Te Urewera National Park, Rainforest ist ein Teil der East Cape Road und nach kleinen Wanderungen zu Leuchttürmen wird es dann auch mal Zeit um was größeres zu unternehmen.
Wie der Name aber schon sagt, sind wir in einem Regendwald und unerwartet, aber da regnets auch mal.
Also hatten wir die folgenden 3 Tage ziemlich viel Glück mit dem Wetter und es war mehr oder weniger trüb bis komplett verregnet.

unbeschreibliches Grün
Trotzdem haben wir eine 3h Wanderung und ein paar kleine Tracks machen können um ein Bild vom National Park zu bekommen.
Das Wetter ändert sich auch hier in nur wenigen Minuten, so sind wir in wenig bewölkt und fast sonnig zu der Wanderung gestartet doch mittendrin wurde es auf einmal komplett neblig und trüb bis hin, dass man seine eigene Hand nicht mehr sehen kann. Das was es zu sehen gab war es aber definitiv wert!

 

Onepoto Caves

 
Die Onepoto Caves sind eine ca. 3h Wanderung und man kann wie zu erwarten viele Höhlen, Schluchten und Felsengebilde sehen.
Für mich war es großartig, wer nicht so auf Felsen und kalte Steine steht,
sollte den Track dennoch machen, da man von einem riesigen Felsenvorsprung auf den man raufklettern kann, den kompletten See sehen kann.

aus der Schlucht raus
Das war dann auch der Zeitpunkt, wo sich das Wetter schlagartig geändert hat und alles neblig wurde und dass wirklich nur in wenigen Minuten.
Ein fantastisches Schauspiel das mit anzusehen.

 

 

 

 

Die Reise geht weiter..

Sonntag, 31.08.2014

.. and the Journey goes on

 

Mount Maunganui

Das Hostel in Mount Maunganui, Pacific Coast Lodge, ist ein richtige gutes Hostel, 5min entfernt vom Strand. Also an den freien Tagen, einfach zum Strand laufen und das gute Wetter hier oben genießen, selbst im Winter. Mit dem Ausblick auf den Mount und das Meer und vereinzelte Landzungen oder ähnliches.Oder einfach den Mount hochlaufen, wobei es 2 Wege gibt, den anstrengenderen mit Stufen, aber schnelleren oder den genauso anstrengenderen Weg mit Schrägen bis zu 70%, der aber länger dauert. Es lohnt sich zu jeder Tageszeit hochzulaufen, für den Sonnenaufgang, am Tag oder für den Sonnenuntergang. Ein überragender Ausblick über Mount Maunganui, Tauranga und was hier noch so alles ist.

 

Sunrise

 

Sunset

 

 Moturiki Island

Eine kleine Landzunge vom Strand am Mount Maunganui, mit Ausblick auf den Strand und den Mount, lohnt sich selbst bei nicht dem schönsten Wetter und man nichts zu tun hat oder rumlaufen will.

 

 

Wairere Falls

Die Wairere Falls im Kaimai Mamaku Forest, sind die höchsten Wasserfälle, die es auf der Nordinsel zu sehen gibt, über 150m. Mit einem Outlook auf den Wasserfall nach 45min und mehr oder weniger rutschigen befestigten und unbefestigten Wegen. 
Es ist die anstrengung auf jedenfall Wert!
Nach weiteren 45min, kommt man dann auf dem Summit des Wasserfalls an und hat einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung und den Wald. 
Wenn man am Nachmittag losgeht, lohnt es sich definitiv auf den Sonnenuntergang zu warten, auch auf die Gefahr hin, dass man im Stockdunklen den ganzen Weg wieder zurückklettern muss. Auf keinen Fall zu empfehlen ist, wenn man auf den Sonnenuntergang gewartet hat, sich für den alten Weg auf den Summit zu entscheiden, den Old Maori Trail. Nach dem Sonnenuntergang kühlt es dann doch relativ schnell ab und der Weg ist, wie das Schild auch zu verstehen gibt, unbefestigt und sehr rutschig, vorallem abwärts. Wenn man es aber riskieren will, da man vielleicht nur einmal die Chance dazu hat, es ist sicher eine Erfahrung und man vergisst das nicht so schnell. Man sollte aber wirklich damit rechnen, dass man mehr auf den Füßen und allem anderen runterutscht, sich von Ast zu Ast hangelt wie ein Affe, oder einfach vorwärts durch’s den Wald fällt. Wie gesagt, es ist eine Erfahrung und wenn man es mit Spaß angeht, fühlt man sich wie Frodo. Taschenlampe beim nächsten mal empfehlenswert.

 

Ausflug nach Taupo

Die 2h fahrt nach Taupo haben sich auf jedenfall gelohnt, die Fahrtzeit ist hier eben länger, bei einem Speedlimit von 100km/h und Kurven, Berg auf und ab. Dem Canyon Swing und Bungi Jumping Leuten zuzusehen, macht einem eigentlich nur klar, dass es das Geld definitiv nicht wert ist und sich ein Skydive auf jedenfall mehr lohnt!! Danach zu den Hot Springs, heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, da die Sonne mit einer Außentemperatur von 13°C zwar angenehm sein kann, aber wenn’s mal bewölkt ist oder man es einfach mal testen will. Eigentlich sind die Hot Springs, nur kleine Wasserläufe, die einem großen See/Fluss enden. Abends wird dann mal ausgestest, was die Bar und „Clubszene“ in Neuseeland herbringt, man muss sich an den Kiwimusik Geschmack gewöhnen, der meistens aus Chartmusik von vor Jahren besteht. Wenn man aber Glück hat, gibt’s in einem Pub gute Livemusik.

 

Kaiate Falls, Waitao

Mal wieder Wasserfälle, diesmal aber viele kleine, mit einem größeren, der in einem Pool mündet, indem man von 2 Seiten mit einer Liane reinspringen kann. Selbst im Winter lohnt es sich, es auszuprobieren. Das Wasser ist abartig kalt, aber man kann sagen, man hat es gemacht.

 

 Maori Village

Die Tamaki Maori Village in Tauranga ist ganz interessant, wenn man mal einen kleinen Einblick in das frühere Leben der Maoris sehen möchte. Mit traditionellen Tänzen, Spielen, Essen und so weiter wird man durch den Abend gebracht und selbst auch involviert. Leider ist alles wirklich sehr auf Touristen ausgelegt, so kann man nicht in Häuser gehen und man hat teilweise das Gefühl, auch wenn alles sehr herzlich gemacht wird, dass die Leute dann doch relativ schnell wollen, dass man wieder geht. Speziell nach dem Essen. 
Das traditionelle Essen, bzw. wie es gekocht wird sieht man leider auch nicht wirklich, nur wie sie es aus ihrer Grube in der Erde holen, da das Essen, da für 3,5h gegart werden muss.  Gegessen oder eher gespeist wird dann wieder in einen nicht ganz so Maoritypischen Speisesaal, Toruismus eben. Der Souvenirshop darin darf auch nicht fehlen! 
Alles in allem, lohnt es sich aber trotzdem die Maori Village anzusehen, jedoch sollte man auf diversen Internetseiten nach Rabatten oder Angeboten schauen, da der normale Preis 100$ ist, und dass, ist es das Geld dann doch nicht wert!

 

 

 

 

 

Raus aus Hastings!

Sonntag, 17.08.2014

Leaving Hastings

 

Nach 1 ½ Monaten wird’s dann auch mal Zeit weiterzureisen und aus Hastings und seinen 4 Straßen rauszukommen.
Das nächste Ziel heißt Te Puke, da dort zumindest Jobangebote für Kiwi Orchards sind.
Mit dem Auto unterwegs zu sein anstatt dem Bus, hat definitiv seine Vorteile, man kann überall anhalten wo man will. So kann man auf dem Weg in Taupo, Zentrum der Nordinsel, anhalten und über Lake Taupo hinweg Mount Doom aus „Herr der Ringe“ sehen. Atemberaubender Ausblick!

Ausblick auf Mount Doom ( Maori Name zu kompliziert )

In Te Puke angekommen war natürlich nichts sehen von den versprochenen Jobs, August ist der leere Monat hier, in dem es nicht wirklich viel Arbeit gibt. Das Hostel war auch nicht das Beste, wo man länger bleiben will, also geht es nach einer Nacht weiter, nach Mount Maunganui.

In der Pacific Coast Lodge, wirklich ein richtig gutes Backpackerhostel, aber auch nicht das billigste, werden uns auch wieder Jobs versprochen. Diesmal aber mit dem Zusatz, dass wenn wir keine Jobs bekommen, zumindest für 1-2 Tage, das wir unser Geld für die restliche Woche die wir bezahlt haben zurückbekommen. 
Tatsächlich haben wir, dann auch nach 2 Tagen Jobs bekommen für genug Stunden, um Unterkunft und Essen für eine weitere Woche zu bezahlen. Da August, aber der leere Monat ist, kann man das auch einfach als Chance nutzen und von Hostel zu Hostel reisen, immer ein paar Tage arbeiten und sich so weiter finanzieren, bis es wieder richtige Jobs gibt. 
Nach einer Woche Mount Maunganui, dem Strand direkt vor der Tür und dem Mount nur 10 Minuten entfernt, heißt es dann trotzdem wieder weiterziehen, einfach um noch die Chance zu nutzen mehr zu sehen. 

 

Nächstes Ziel ist Tauranga, einmal um den Harbour rum von Mount Maunganui und man ist da. Nicht die schönste Stadt, aber theoretisch mehr zu tun, heißt auch größere Gefahr unnötiges Geld auszugeben. Wie überall, keine feste Arbeit, aber wenigstens wieder für 2 Tage gearbeitet. 
An den freien Tagen werden wie immer Ausflüge gemacht, zu Wasserfällen oder heißen Quellen oder in die nächsten Städte. Man gewöhnt sich nur leider viel zu schnell an den Lebenstil und die Motivation für einen festen Job mit Routine wird immer geringer, aber ohne Geld gibt’s auch keine Reise. 

 

Hastings, Hawke's Bay

Freitag, 01.08.2014

Hastings ist zwar relativ klein mit seinen vier Straßen aber in der Umgebung gibt’s genug zu sehen. Neuseeland ist eben eine Vulkaninsel und Meer findet sich überall.
Also gönnt man sich an freien Tagen oder vor der Arbeit mal Ausflüge.

 

Ocean Beach

Ocean Beach ist einer von den 3 Stränden, ungefähr 20 Minuten mit dem Auto entfernt von Hastings. Richtig schöner Strand und ein guter Platz um mal den Tag zu verbringen, wenn die Sonne scheint, da es am Meer dann schon relativ windig sein kann.
Um ins Wasser zu gehen, war’s dann doch noch zu kalt, aber kommt noch, wenn der Sommer hier endlich mal ankommt. 

 

 Te Mata Peak

Schöner Aussichtsplatz, 400m hoher Berg mit Ausblick auf Hastings, Havelock North, Napier und das Meer und die ganze nähere Umgebung. 
Der Sonnenuntergang war enttäuschend wegen den Wolken, aber die Aussicht bleibt.

 

Maraetotara Falls

Wasserfälle gibt’s hier zum Glück nicht wie Sand am Meer, 
trotzdem werden sie nie langweilig und lohnt sich immer wieder anzuhalten oder zu einem zu wandern.

Cape Kidnappers

Ein anderer Tag, ein anderes Ausflugsziel, diesmal zum Cape Kidnappers, verwirrender Name aber wirklich schön um den Tag am Meer zu verbringen.
Wenn man bis an die Spitze des Kapp wandern will, müsste man schon früh morgens anfangen, während der Ebbe und den richtigen Zeitpunkt wieder abpassen um zurückzulaufen.

Napier

Napier, die nächst größere Stadt, direkt am Strand.
Für einen Tagesausflug nicht schlecht, aber dort wohnen oder arbeiten wollt ich jetzt nicht unbedingt. Für mich persönlich, war das schon zuviel Stadt und zuviel Verkehr,
da bekommt man schon mal einen Kulturschock, wenn man aus dem kleinen Hastings rauskommt.

 

 

                                    

Kurzerfahrung Wairarapa

Dienstag, 15.07.2014

Kurzerfahrung Wairarapa

 

Nachdem ich dann nach 3 verschobenen Terminen das Vorstellungsgespräch für die Farm/Packhouse Position in Wairarapa hatte und sich das alles auch ganz gut angehört hat, bin ich noch am selben Abend mit zu der Farm gefahren. Die ersten zwei Nächte hab ich im Haus von der Familie geschlafen, weil es hieß dass ich warten müsste bis der andere Backpacker geht.

Da es nur ein „kleines“ Packhouse ist sind dort eigentlich immer nur 4 Backpacker und ein Festangestellter. Die Arbeit besteht aus Kürbissen waschen, halbieren oder achteln, je nachdem was für eine Kürbisart und etikettieren. Gleichzeitig in Kisten packen und auf Paletten stabeln. Ist nicht die spannendste Arbeit auf der Welt, aber spielt ja keine Rolle, hauptsache man verdient Geld und man versteht sich mit den anderen Backpackern, die alle von verschiedenen Nationen sind. 

Montag, den 30.06.2014 ging es dann zum großen Einkauf nach der Arbeit, bei dem man für die ganze kommende Woche einkaufen muss, da der nächste Supermarkt ca. 15km entfernt ist. Da ich drei Tage vorher meinen Vertrag unterschrieben habe, hab ich gedacht kein Problem, kann man ja auch die großen Packungen kaufen, da man hier ja für 3 Monate arbeiten soll und dann nichts großartig mit sich rumschleppen muss. Am selben Abend ist dann noch ein anderer Backpacker angekommen, was an für sich schon komisch ist, da eigentlich nur Platz für vier ist. Der wurde dann auch gleich in die Unterkunft für die Backpacker gebracht und ich war immernoch in dem kleinen Backpackerhaus auf dem Grundstück der Familie und musste dort mein Essen kochen und Duschen gehen.

Am Mittwoch, den 02.07.2014 wurde mir dann morgens beim Frühstück vor der Arbeit gesagt, dass es wohl doch nicht so passt wie sie sich das vorgestellt haben und dass ich zu langsam für die Arbeit wäre und nicht so glücklich wirke und mich über die Arbeit beschweren würde und dass ich deswegen doch bitte wieder nach Wellington zurückfahren soll, in zwei Stunden geht ein Zug, ich werde auch hingefahren. DANKE!
Die Gründe waren absolut lächerlich und nicht wahr aber was soll man als Backpacker machen. Tatsächlich stehen die Kiwis einfach nur darauf, überqualifizierte Leute für sich Arbeiten zu lassen, weil sie sich damit rühmen können. Das hört man hier auch öfter von anderen Backpackern und bei der Farm in Paihia war es eigentlich dasselbe. Deshalb wurde ich gegen einen 29jährigen ausgetauscht der sieben Jahre lang in der Armee war.

Also zwei Stunden später wurde ich dann mit meinem Sachen zum Bahnhof gebracht mit den netten Worten, dass ich woanders vielleicht glücklicher werde, als ob ich gesagt hätte, dass ich gehen wollte. Gut zu transportieren waren auch die ca. 25 Kilo an zwei Tage zuvor gekaufen Essen, die ich in zwei dünnen zerreisenden Müllbeuteln mitschleppen musste. Dann ging’s den ganzen Weg zurück nach Wellington und vom Bahnhof nochmal 3km zum YHA Hostel, mit dem leichten Gepäck im Schlepptau.

Dort angekommen, hab ich mich direkt wieder auf die Suche nach Arbeit gemacht, zunächst in Wellington, aber dann ist mir das Backpackhostel wieder eingefallen, bei dem ich mich schon von Paihia aus gemeldet hatte und hab dort nachgefragt, wie es gerade mit Arbeit aussieht und ob ich kommen kann. So war es dann auch und zwei Tage später saß ich wieder im Bus für vier Stunden nach Hastings, Hawke’s Bay.

Seit Freitag, den 04.07.2014 bin ich jetzt hier in Hastings und hier ist wirklich gutes Wetter. Geld verdient wird jetzt in einem Bar&Restaurant, Essen servieren, Tische abräumen und da ich ja schon an der Bar gearbeitet habe, werde ich da wohl auch noch eingesetzt. Der Job hat Vorteile im Gegensatz zu den typischen Pruningjobs, die zu der Jahreszeit eigentlich vom Hostel vermittelt werden, da der Job nicht Wetterabhängig ist und es nur quer über die Straße vom Hostel aus ist und ich brauch kein Auto um zur Arbeit zu kommen.

Das Hostel ist echt richtig gut für Backpacker, nicht teuer, wenn man wöchentlich bezahlt , zentral gelegen, zum Einkaufen läuft man grad in die nächste Straßen, wobei Hastings auch hauptsächlich aus vier großen Straßen besteht und man trifft hier viele neue Leute, aus allen Teilen der Welt. Die WM wird hier auch eisern verfolgt und die Franzosen hier mussten schon sehr leiden, wenn man schon extra morgens um 4 aufsteht um dann so enttäuscht zu werden.

 

Hier bin ich jetzt direkt am Meer und in der Umgebung sind auch genug Sachen, die man sich mal an freien Tagen angucken kann und genug Vinerys um mal Weinproben zu machen.
Im Endeffekt bin ich wirklich froh gefeuert worden zu sein, da ich hier mehr Chancen hab, was von der Umgebung und Orte zu sehen und insgesamt alles besser ist.

Sunny Hastings.

 

Wellington, Mt Victoria & Museum of New Zealand

Dienstag, 24.06.2014

Mt. Victoria

Gestern war hier unten in Wellington überragendes Wetter, nicht wie die Tage davor, es war keine einzige Wolke am Himmel und Sonne scheint es hier auch zu geben. 


Also hab ich ich mir mal wieder eine Wandertour vorgenommen, diesmal zum Mount Victoria.
Der Aufstieg auf den 196m hohen Berg war wie wieder anstrengend, an manchen Stellen war der Winkel garantiert 89°! 
Aber es hat sich auch wie immer gelohnt, vom "Lookout" hat man einen fantastischen 360° Rundumblick, über ganz Wellington, den Hafen, den Seatoun Flughafen und und und. 
Auf dem Weg hoch, gabs auch an der steilsten Stelle eine Schaukel an einem Baum mit einem nicht wirklich stabilen Seil festgemacht, aber wenn man draufsitzt und diesen gigantischen Ausblick hat, ist unbeschreiblich und selbst Bilder können's nicht wiedergeben, genauso wenig wie die Schrägen. 
Ich hab mich längere Zeit einfach nur auf eine Bank am Aussichtspunkt gesetzt und versucht den Standort vom Cable Car und dem Botanischen Garten ausfindig zu machen, oder wo mein Hostel ist. 


Da der Flughafen von Seatoun ganz in der Nähe ist, hat man auch immer wieder die Flugzeuge, fast zum Greifen nah vorbeifliegen sehen. 
Irgendwann hab ich mich dann auch wieder an den Abstieg gemacht, da das Wetter aber so ungewohnt gut war, hab ich mich weiter unten wieder auf eine Bank gesetzt und ein Buch gelesen.
Was soll man sagen, so kann man Leben!
Trotz wolkenlosem Himmel, hat's um halb 5 wieder angefangen zu dämmern und ich hab mich auf den Rückweg zum Hostel gemacht. 

Te Papa Tongarewa oder Das Nationalmuseum von Neuseeland

Da gestern schon gutes Wetter war, musste heute ja wieder schlechteres Wetter folgen, 
also hab ich früh morgens meine Sachen zusammengepackt und eingeschlossen, da heute endlich mal mein Vorstellungsgespräch für den Job sein soll. 
Um mir die Zeit zu vertreiben bis dahin, bin ich nochmal durch Wellington gelaufen, bis ich mich mal wieder verlaufen hab, selbst wenn ich mir vorher die Karten anguck, irgendwie schaff ich's nie so ganz den richtigen Weg zu finden. 
Danach hab ich mir eben das Nationalmuseum vorgenommen, da es mir von anderen Backpackern auch schon empfohlen wurde und wenn man schonmal hier ist und der Eintritt frei ist, kann man sich das mal angucken!
Es gehört auf jedenfall zu den spannenderen Museen, in denen ich bisher gewesen bin!!
Über 6 Stockwerke verteilt, wird die Geschichte Neuseelands dargestellt, von den Ureinwohnern über die geografische Lage und das Enstehen von Neuseeland über die Kolonialzeit und die Kultur, bishin zu Kunst, der Flora und Fauna, also zusammengefasst, alles was es über Neuseeland in irgendeiner Form zu wissen gibt.
Erklärungen zu allem, findet man in zwei Sprachen, Englisch und Maori, so bekommt man gleich mal einen Eindruck davon wie die Sprache aussieht, abgesehen von den Städtenamen, die man so liest. 
Das Museum war echt interessant und ist es auf jedenfall Wert reinzuschauen. 
Das meiste was die Kultur, Entstehung, Ureinwohner und Natur betrifft hab ich mir auch durchgelesen, weil es wirklich interessant ist.
Die "moderne" Kunst von einem Künstler fand ich dann nicht mehr so interessant, bestand auch hauptsächlich aus Vasen, Tellern und sowas, man sieht hab mich wirklich nicht beschäftigt mit. 
Trotzdem war ich glaub ich 4 1/2h im Museum, wer die Chance hat, sollte es sich angucken, lohnt sich und der Eintritt ist frei. 

Wellington, Cable Car & Botanic Garden

Sonntag, 22.06.2014

Cable Car & Botanic Garden

 

Aus dem Tag gestern ist dann nicht mehr viel geworden, nach 2h Schlaf hab ich mich dann doch gezwungen aufzustehen und mir zumindest mal die nähere Umgebung anzugucken, nur im Hostel rumsitzen wär ja Zeitverschwendung und dafür bin ich ja auch nicht hier! 
Das Wetter in Wellington ist richtig stürmisch, vorallem weil ich hier direkt am Wellington Harbour bin. Die Gefahr weguzfliegen ist gar nicht mal so gering. 


Wie schon in Auckland ist hier alles extrem bergig und nachdem man die Straßen hochgelaufen ist, brauch man erstmal einen Inhalator!!


Genauso atemberaubend ist aber dann auch die Aussicht von den höher gelegenen Punkten. 
Da mein Job Interview auf heute verlegt werden sollte, habe ich mir mal nicht so viel vorgenommen und hab mir das Cable Car und den Botanischen Garten angeguckt. 
Das Cable Car an sich ist ganz ok, kann man mal gesehen haben aber die Fahrt geht mehr oder weniger nur durch Tunnel, sodass man eigentlich nur an 2-3 Stellen einen Blick über Wellington und den Hafen hat. Am oberen Ende ist auch ein Museum zum Cable Car, es ist halt ein Museum.

Danach bin ich wie gesagt durch den Botanischen Garten gelaufen, wobei da es hier Winter ist vermut ich die Pflanzen nicht so aktiv sind, trotzdem lohnt es sich mal durchzulaufen! es dauert auch nicht zu lange und ist gleichzeitig der Weg in die Stadt runter. 

Wer auf blühende und verschiedene Arten von Blumen und Gewächsen aller Art steht, sollte sich das Gewächshaus beim Rosengarten anschauen, nebendran ist auch ein Cafehaus.

Da ich mich ziemlich oft verlaufen habe, weil ich immer in die richtige Richtung gelaufen bin, aber dachte es ist die falsche und dann wieder umgekehrt bin und dann erst festgestellt habe, dass es doch die richtige Richtung war, hat mich das ganze doch mehr Zeit gekostet als ich dachte. 
Da kann man auch mal für eine Strecke von 20min über 2h brauchen, dafür sieht man was von Wellington und so lernt man eine Stadt am besten kennen. 
Leider ist mir das ganze aber 3x passiert, weshalb ich heute viele viele Kilometer zurückgelegt habe, aber dafür jetzt auch wirklich viele Stadtteile von Wellington kenn!
Also, Plan machen ist gut, sich Verlaufen ist besser!



Paihia, Bay of Islands

Samstag, 21.06.2014

In Paihia, Bay of Islands, Northland angekommen, bestanden meine Hauptaufgaben, wie vorher auch schon zu lesen, aus Gartenarbeit. 


Manchmal richtige stumpfe Arbeit, die für einen selbst keinen Sinn ergibt, aber als Beschäftigungstherapie anzusehen ist!
Abgesehen vom Rasenmähen, wobei ich auch dem Pferd das Gras weggemäht habe, bestand meine Arbeit aus dem Tiere versorgen, heißt füttern und sich kurz mit ihnen beschäftigen. 


Danach ging die eigentliche Arbeit erst los, wobei mich der Bau des Hühnerkäfigs am meisten Zeit gekostet hat, da ja alles stark einbetonniert sein muss, weil die Hühner und der Hase ja nichts anderes zu tun haben, als den ganzen Tag versuchen aus ihrem riesigen zu Hause versuchen auszubrechen.


Immer wieder sollte ich auch meinem Arbeitgeber helfen sein Motorboot für die Arbeit zu reparieren, wobei er ungefähr genauso viel Ahnung davon hatte wie ich und letztendlich ein neuer Motor hermusste, das wäre auch schon vor dem rumschrauben der Fall gewesen! 
Von seinen Nachbarn, sprich den benachbarteten Farmen war er nicht so begeistert, da die anscheinend alles Drogendealer sind und der eine angeblich sogar eine Fußfessel hat und sich nur 30m von seinem Haus entfernen darf.
Vor 1 Woche ungefähr hat es auch 2 1/2 Tage durchgeregnet, wobei der Fluss vor der Tür ca 6m angestiegen ist und alles überschwemmt hat und der Wasserfall nicht mehr zu erkennen war.

Nach 3 Wochen die ich in Paihia verbracht habe, ist eine gewisse Routine entstanden, in meinen Arbeiten, genauso wie in meinem Tagesablauf. 
Da der Job aber nicht bezahlt war und ich auch das Essen selbst bezahlen musste, wollte ich dort nicht noch mehr Zeit "verschwenden" und habe mich Tag für Tag nach neuen Jobs umgesehen. 
Den Job den ich richtig gern gemachte hätte, als "Shepherd", wo ich 2-3 Hunde gestellt bekommen hätte und mich um die Schafe gekümmert hätte, wurde leider an jemand anderen vergeben, da ich mein Handy nicht immer bei mir habe und öfter als 2x rufen die Arbeitgeber nunmal nicht an. 
Trotzdem habe ich momentan 2 Jobmöglichkeiten in Aussicht, wobei sich der eine wieder um Farmarbeit aber eher in die Richtung Fruitpicking und Packing handelt und der andere nur Fruitpicking, wobei man aber in einem Backpackerhostel untergebracht ist, für wenig Geld und die einen immer nach Möglichkeit Jobs beschaffen, in die Richtung, in der man arbeiten möchte. 

Also hab ich mich gestern Mittag auf den Weg gemacht, vom einen Ende der Nordinsel zum anderen, nach Wellington, der Hauptstadt von Neuseeland. 


Was ich bis jetzt sagen kann, ist dass die Stadt wesentlich schöner und gemütlicher scheint als Auckland. Selbst, wenn man nur auf seinen Bus wartet, lernt man immer wieder neue Leute kennen, die einen einfach anquatschen, wie es einem geht, woher man kommt, was man macht etc. 
Komplette Umstellung zu dem mehr oder weniger unfreundlichen Deutschland, wo jeder eher seinen Dingen nachgeht. 
Das lustige dabei ist, dass viele von den Kiwis hier, irgendwelche Verbindungen zu Deutschland oder dem deutschsprachigen Raum haben, so hat mich ein älterer Mann angesprochen, der früher mal in Österreich als Skilehrer gearbeitet hat und mitten auf der Straße zu jodeln anfängt. 
Oder andere, die schonmal in Deutschland gelebt haben. 
Die positive und offene Einstellung gegenüber fremden Leuten hier ist wirklich ungewohnt aber man gewöhnt sich dran, auch wenn man sich manchmal denkt, wie kommt ein fremder Mensch dazu einen einfach irgendwelche Sachen zu fragen. 

Während meines Aufenthaltes in Paihia, war ich auch bei den Haruru Falls und auf einer Wandertour, aber mehr hat die Umgebung leider nicht hergegeben, weil einfach Farm an Farm, Schaf an Schaf plaziert war und man nicht unbedingt auf den Privatgrundstücken rumlatschen sollte. ( Eigener Beitrag ) 

 

Der Weg hier nach Wellington war anstrengend und lang, da es vom einen Ende zum anderen war und ich demnach 18h unterwegs war, viel gesehen hat man auch nicht, da es hier schon um 17Uhr anfängt zu dämmern und ich die komplette Nacht durchgefahren bin.
Am Montag, ist dann das Vorstellungsgespräch für den Farm/Packhouse Position Job und ich hoffe wirklich, dass ich den bekomme, denn langsam geht das Leben hier wirklich ins Geld, wenn man alles selbst finanzieren muss ohne Geld zu verdienen. 

Haruru Falls & Hiking

Samstag, 14.06.2014

Nach 1 1/2 Wochen Arbeit und die nächste Gegend erkunden, kommt man mal auf Idee im Internet oder Heften nach Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu suchen, da man selbst bisher nichts außer Farmen gesehen hat. 
Die Haruru Falls, sind 5m hohe Wasserfälle des Waitangi Rivers, derselbe Fluss, der auch auch vor meiner Haustür fließt und können bei gutem Wetter und einer "Trockenperiode" auch weitesgehend bestiegen werden. 
Viel zu sagen gibt es dazu leider nicht, es ist halt ein kleiner Wasserfall, den man sich mal angucken kann. 

Dahinter ist aber endlich, wofür man nach Neuseeland gekommen ist, Natur.
Subtropischer abwechslungsreicher Wald entlang des Waitangi Rivers und darüber hinaus, leider ein mehr oder weniger angelegter/plattgetrampelter Wanderweg, aber trotzdem überragende Aussichten und mit Querfeldeinlaufen wär das ganze vermutlich schwieriger geworden. 
Auch hier kann man nicht viel zu sagen, entweder bleibt einem die Sprache weg oder man sieht es nur als einen Wald an. 
Ich fands klasse!! Vorallem hat man endlich mal was gesehen bis auf Zäune und Grünflächen mit vereinzelten Tieren drauf. 
Also wenn man jemals nach Paihia, Bay of Islands kommt, direkt zu den Haruru Falls und dann die Wandertour machen, es ist auch ein offenes Kiwireservat, also die Möglichkeit besteht Kiwis zu sehen ( diesmal sind die Vögel gemeint ) aber da vor einigen Jahren, Hunde auf die Jagd nach diesen gegangen sind, sind nur noch wenig dort, ich hab auch dort leider keine gesehen.
Deshalb sind Hunde auf dieser Wandertour auch verboten. 

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